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Pressemitteilung „Gewalt geht gar nicht.“

Feuerwehr und Rettungsdienst eilen zu Hilfe, wenn sich Menschen in Notlagen befinden. Immer häufiger werden wir dabei jedoch bei der sachgerechten Ausübung unserer Tätigkeit behindert und zunehmend auch verbal und sogar körperlich angegriffen. Dieses unsägliche Phänomen beschränkt sich keinesfalls nur auf Großstädte. Erst kürzlich wurden in der Thüringer Kleinstadt Kranichfeld zwei Feuerwehrleute im Einsatz von einem 52jährigen Mann mit Benzin übergossen und der Angreifer versuchte die Kameraden mit einem Gasbrenner in Brand zu setzen. Dies konnte zum Glück verhindert werden. Im mittelsächsischen Döbeln kam es zu einem körperlichen Angriff gegenüber von Rettungsdienstmitarbeitern.

Eine Statistik, wie viele Angriffe gegen Feuerwehreinsatzkräfte und Rettungsdienstmitarbeiter zu verzeichnen sind, existiert nicht. Wir unterstützen als Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen ausdrücklich die Kampagne des Deutschen Feuerwehrverbandes „Gewalt geht gar nicht.“ Respekt und Unterstützung für unsere Feuerwehreinsatzkräfte und auch vor der Arbeit der Mitarbeiter im Rettungsdienst haben in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen. Wir riskieren im Ernstfall unsere Gesundheit und unser Leben für andere. Der Schutz unserer Feuerwehrangehörigen ist daher für unser funktionierendes Feuerwehrwesen sowie für das gemeinschaftliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft unerlässlich.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen, Michael Tatz, fordert die Justiz auf, hier klare Zeichen zu setzen. Kommt es zu einem Übergriff, so muss der Angreifer schnell und gnadenlos zur Verantwortung gezogen werden. „Wer Feuerwehrleuten und Rettungsdienstmitarbeitern im Einsatz Schmerzen zufügt, muss mit genauso schmerzhaften Urteilen durch die Justiz rechnen. Der rechtliche Rahmen ist bereits geschaffen.“

„Wir können und dürfen nicht akzeptieren, dass einige Wenige  gesellschaftliche Grundnormen missachten, mit gewaltätigen Aktionen das gesamtgesellschaftliche Miteinander in Frage stellen wollen und die innere Sicherheit gefährden.“ Doch wir benötigen nicht nur die Hilfe der Politik: jeder Bürger, der einen Angriff gegen Einsatzkräfte wahrnimmt sollte nicht wegschauen, sondern  als Zeuge zur Verfügung stehen. Unterstützung erwarten wir jedoch auch von den Medien, die uns insbesondere in der Gewaltprävention medial unterstützen können.

Das bestehende Problem ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Dieses können wir nur gemeinsam lösen.

Michael Tatz

Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e.V.

Foto: pexels.com

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